Erschienen: Atlas „Reiches Bayern – Arme Kinder. Soziale Ausgrenzung in Bayern 2018“

Bild: Sozialatlas 2018

Schlechte Zähne, ungesunde Ernährung, eingeschränkte soziale Teilhabe, psychische Beeinträchtigung: Entbehrungen gehören für arme Kinder zum Alltag. „Das reiche Bayern geht in vielen Fällen mit Kindern und ihren Familien beschämend um. Die Faktenlage zeigt, dass für eine Selbstzufriedenheit der für die Familienpolitik Verantwortlichen hierzulande kein Anlass besteht“, erklärte Thomas Beyer, Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bayern, heute während einer Pressekonferenz im Münchner Presseclub.

Gemeinsam mit Alexander Nöhring, Geschäftsführer des Berliner Zukunftsforums Familie (ZFF), hat er Ursachen und Auswirkungen von Kinderarmut aufgezeigt. Auch haben die beiden beleuchtet, wo das reiche Bayern anderen Bundesländern hinterherhinkt. Nöhring sagte: „Auch wenn die Armutsquoten in Bayern auf den ersten Blick im Bundesvergleich gut aussehen, so verbergen sich hinter diesen Zahlen viele Einzelschicksale: Armut grenzt aus und steht einem guten Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen entgegen. Arme Kinder haben schlechtere Karten.“

Außerdem stellten Beyer und Nöhring der Öffentlichkeit erstmals den Atlas zur sozialen Ausgrenzung in Bayern mit Schwerpunkt Kinderarmut und die dazugehörige Studie vor.